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Ich willigte unter der Vorraussetzung ein, meine ehrliche Meinung zu schreiben – und das natürlich auch im Falle eines schlechten Eindrucks. Hier nun also meine Erfahrungen.

Meine Bestellung

Ich entschied mich für einen Druck auf Acrylglas (Luxus) in 30x40cm. Da für diesen Druck vor allem mit brillianten Farben, Kontrasten und Schärfe geworben wird, suchte ich nach einem passenden Motiv. Ich entschied mich für folgendes Foto der Elbphilharmonie in Hamburg.

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Webseite

Das Handling der Website ist zeitgemäß und funktioniert, wie man es von einem Online-Fotodienst erwartet. Es gab also keine Probleme. Das einzige, was mich etwas störte war das „Upselling“, nachdem ich mich im Workflow eigentlich schon für einen Typ und eine Größe entschieden habe. Konkret bedeutet das, dass beim legen in den Warenkorb nach Wahl des Formats nochmal größere Formate angeboten werden. Aus Marketingsicht natürlich nachvollziehbar, aus Kundensicht einfach ein Schritt, dessen optische Darstellung mich zunächst etwas verwirrte und den man sich im Workflow sparen könnte.

Lieferzeit

Die Bestellung kam am 6. Werktag nach der Bestellung an, geliefert wurde mit GLS. Damit bricht Prentu keine Geschwindigkeitsrekorde, aber es geht in Ordnung.

Produkt

Die Lieferung war sehr gut verpackt, dem Acrylglas konnte so nichts passieren. Die anfängliche Skepsis wich nach entfernen der Schutzfolie – die Farben und Kontraste waren sehr nah an dem, was ich auf meinem (kalibrierten) Monitor hatte. Hier gab es also nichts zu meckern. Die Verarbeitungsqualität ist gut, das Acrylglas war sauber entgratet, also keine scharfen Kanten an den Rändern zu finden. Aufhängung an der Rückseite und Befestigungsmaterial waren dabei.

Fazit

Die Lieferzeit ging in Ordnung, der Preis lag in etwa auf Niveau der Konkurrenten, die Qualität des Fotos auf Acrylglas gut – alles in allem also ein solider Online-Fotodienst, den man weiterempfehlen kann.

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Lichtsetups testen ohne Shootings http://www.tobiasnaumann.de/lichtsetups-testen-ohne-shootings/ http://www.tobiasnaumann.de/lichtsetups-testen-ohne-shootings/#comments Wed, 13 Mar 2013 20:29:03 +0000 http://www.tobiasnaumann.de/?p=975 Da ich mich gerne auf Dinge vorbereite, bevor es „ernst“ wird, habe ich mir Gedanken gemacht, wie man schon im Vorfeld Erfahrungen mit Lichtsetups sammeln kann. In gewissen Grenzen ist Try & Error auch während des Shootings OK, aber ich denke ein Repertoire an Setups, von denen man weiß, dass sie funktionieren, sollte man einfach auf dem Kasten haben. Wie sammelt man aber diese Erfahrungen und baut sich ein solches Repertoire auf, ohne es unter „Livebedingungen“ testen zu müssen und damit potenziell Shootings oder zumindest viele Fotos erst mal in den Sand zu setzen?

Ich habe die Antwort auf ebay in Form einer Schaufensterpuppe gefunden. Dafür habe ich mir zwar von meinem Umfeld einige blöde Sprüche eingehandelt,  aber ich kann jetzt schon sagen, zum experimentieren mit Licht ist es genial. Ich kann Ideen zur Lichtsetzung, die mir in den Sinn kommen, jederzeit ausprobieren und sie dann entweder in mein Repertoire aufnehmen, wenn sie mir gefallen, oder wieder verwerfen, wenn nicht.

Wenn mir also ein Setup gefällt, baue ich dieses in Photoshop in einem speziellen PSD mit Icons zu verschiedenem Blitzequipment nach. Diese Grafik, zusammen mit dem Beispielfoto und weiteren Anmerkungen zu Einstellungen, Ausrichtung und Abständen sichere in mir dann einfach in einem Word-Dokument. So kann ich jederzeit nachvollziehen, wie genau ich diese Lichtstimmung erzeugt habe.

Hier mal ein Beispiel eines One-Light Setups, das ich sehr mag.

Lichtsetup

Wer sich also, wie ich, gerne gut auf Shootings vorbereitet, oder allgemein beim Testen von Lichtsetups nicht auf bereitwillige Models angewiesen sein will, dem kann ich den Kauf einer solchen Schaufensterpuppe nur empfehlen. Einfach mal bei ebay schauen, man bekommt sie dort schon für unter 60€ (dann allerdings noch ohne Haare und Klamotten).

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Review: JINBEI DC-600 DISCOVERY PORTY http://www.tobiasnaumann.de/review-jinbei-dc-600-discovery-porty/ http://www.tobiasnaumann.de/review-jinbei-dc-600-discovery-porty/#comments Sun, 03 Mar 2013 13:14:52 +0000 http://www.tobiasnaumann.de/?p=942 Bisher war ich beim Blitzen eigentlich immer gerne mit entfesselten Aufsteckblitzen unterwegs und auch ganz zufrieden. Was mich jedoch immer etwas frustrierte, waren die eingeschränkten Möglichkeiten bei Lichtformern (vor allem bezüglich ausleuchtbarer Größe) und die Fummelei an den kleinen Blitzen bei Einstellungen. Daher wuchs die Lust auf ein portables System mit mehr Power und ordentlichem Handling. Bezahlbar sollte es aber sein. Mit diesen Anforderungen geht aktuell wohl momentan kein Weg an den Jinbei-Blitzen vorbei und da ich gerne die Möglichkeit zu 2-Licht Setups habe und 1200 Watt dann auch wieder etwas zu viel des Guten sind, wurde es am  Ende der JINBEI DC-600 DISCOVERY PORTY.

Bevor ich praktisch mit etwas arbeite, prüfe ich gerne erst mal genau die Möglichkeiten und Einschränkungen. Daher soll es heute auch um die Grenzen und Stolperfallen gehen, die dieses System bringt, auch im Zusammenspiel mit der Fuji X-Pro1.

Die 2 Ports und ihre Leistungsverteilung

Der DC-600 verfügt über 2 Ports zum anschließen der Blitzköpfe. Die insgesamt 600 Watt können so entweder an Port A und B abgegeben werde, dann immer im festen Verhältnis von 2:1, also 400 Watt an Port A und 200 Watt an Port B. Dies ist bereits die erste Einschränkung, über die man sich im Klaren sein sollte. Unabhängiges Regeln der Köpfe oder ein Verschieben der Leistungsverteilung geht nicht. Da ich auch Setups im Kopf hatte, bei denen ich gerne eine gleiche Verteilung auf beide Köpfe gehabt hätte, ist das sehr schade. Allerdings ist es beim (deutlich teureren) Ranger Quadra RX nicht anders.

Nutze ich 2 Blitze, besteht also die beschriebene Leistungsverteilung. Möchte ich nur einen Blitz nutzen, kann ich je nach benötigter Power entweder nur Port B mit 200 Watt  anschließen, Port A mit 400 Watt, oder durch drücken der Taste A+B die vollen 600 Watt auf Port A ausgeben. Insgesamt bietet der DC-600 einen Regelbereich von 4 Blenden (1.0 bis 5.0), durch die verschiedenen Port-Belegungen ist man aber dann in der Leistung doch recht flexibel. So kann man wenn man mal nicht so viel Power benötigt auch nur Port B bestücken und kommt so doch recht weit runter.

Da mich interessiert hat, wie deutlich der Unterschied bei den Port-Belegungen ausfällt, hier mal 3 Testbilder zu den genannten Kombinationen. Von oben nach unten: Port A (A+B on), Port A (A+B off) und Port B, alle anderen Einstellungen natürlich konstant gehalten.

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Leistung herunter regeln und das Abblitzen

Die nächste Einschränkung, die man kennen sollte, ist das notwendige Abblitzen beim herunter regeln. Habe ich die Leistung auf 5.0 gestellt und merke, dass das zu viel ist, regle ich logischerweise den Blitz beispielsweise eine Blende auf 4.0 herunter. Nun muss man aber wissen, dass der voll geladene Kondensator sich nicht wieder selbst auf diese Leistung herunterfahren kann. Bevor man nun also mit 4.0 weiterarbeiten kann, muss zuerst der Kondensator durch Abblitzen geleert werden. Hier die „Beweisbilder“ zur Verdeutlichung. Bild 1 wurde von 5.0 herunter geregelt und ohne Abblitzen aufgenommen, Bild 2 dann das gleiche Spiel mit vorherigem Abblitzen.

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Blitzsynchronzeiten mit der Fuji X-Pro1

Das nächste Thema betrifft nur X-Pro1 Nutzer. Leider kann die Fuji laut Anleitung ja nur 1/160 synchronisieren. Wenn man das Umgebungslicht durch die Belichtungszeit abdunkeln möchte, ist das durchaus eine Einschränkung. Die meisten anderen Kameras, wie auch meine vorherige D700, können bis zu 1/250s synchron halten. Um dies in Kombination mit dem DC-600 zu testen, habe ich es dennoch mal selbst versucht und dabei auch verschiedene Leistungseinstellungen des Blitzes getestet, um zu schauen, ob die dadurch variierende Abbrenndauer einen Einfluss hat. Ich nehme es den folgenden Testshots mal vorweg, Fuji hat Recht, schneller als 1/160 schafft sie nicht. Die Leistung und damit die Abbrenndauer, haben darauf nur wenig bis keinen Einfluss. Von oben nach unten: 1/160s, 1/200s und 1/250s.

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Einstellmöglichkeiten & Funktionen

Im Prinzip sind die Einstellmöglichkeiten schnell erklärt. Die Leistung lässt sich in Schritten von 0.1 im Bereich von 1.0 bis 5.0 regeln. Die Köpfe haben LED-Einstellichter, die sich am Generator aktivieren lassen. Sie können entweder dauerhaft oder je nach Einstellung für 5s bis 99s eingeschaltet werden. Weiterhin gibt es einen Schnelllademodus für kürzere Ladezeiten des Kondensators, dann allerdings auf Kosten der Akkuleistung. Als Anschluss gibt’s eine Klinkenbuchse, an die die Kamera direkt per Kabel, oder ein Funkempfänger angeschlossen werden kann. Zur Akkuleistung kann ich noch nicht allzuviel sagen, bei meinen Tests hat sich die Anzeige aber bisher nicht bewegt. Ich denke also er bietet ausreichen Reserven, um nicht überraschend ohne Saft dazustehen. Laut Hersteller sind es übrigens 430-1000 Auslösungen.

Fazit

Da ich mich hier hauptsächlich mit den Grenzen des JINBEI DC-600 DISCOVERY PORTY beschäftige, könnte der Eindruck entstehen, dass ich nicht besonders zufrieden bin. Das ist jedoch nicht so, im Gegenteil. Wenn man diese Einschränkungen kennt und sich darauf einstellt, kann ich das System uneingeschränkt empfehlen. Der Generator und die Köpfe sind ordentlich verarbeitet, funktionieren verlässlich und bieten genug Power für die meisten denkbaren Situationen. Dazu ist das System portabel und somit überall flexibel einsetzbar. Nützlich wäre eventuell noch der Kauf eines 5m Verlängerungskabels, das lässt sich Jinbei allerdings mit 50€ – im Vergleich zu den sonstigen Preisen – recht teuer bezahlen. Unterm Strich gibt’s von mir auf jeden Fall eine klare Empfehlung, gerade bei kleinerem Budget.




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Schwarzweiß-Entwicklung für (Wieder-)Einsteiger in die Analogfotografie http://www.tobiasnaumann.de/schwarzweis-entwicklung-fur-wieder-einsteiger-in-die-analogfotografie/ http://www.tobiasnaumann.de/schwarzweis-entwicklung-fur-wieder-einsteiger-in-die-analogfotografie/#comments Mon, 18 Feb 2013 17:55:40 +0000 http://www.tobiasnaumann.de/?p=401 Die besondere Bildwirkung und die Arbeitsweise beim analog fotografieren sind für viele mittlerweile ein Grund, sich wieder (oder auch zum ersten Mal) mit der Analogfotografie zu beschäftigen. Diese kleine Schritt-für-Schritt Anleitung zum selbst entwickeln eines Schwarzweiß-Films, soll den Einstieg erleichtern.

Was brauche ich alles?

Beginnen möchte ich mit einer Liste von Dingen, die wir zur Entwicklung des Films benötigen. Falls nicht vorhanden, kann sich die Suche nach gebrauchten Teilen bei ebay lohnen, teilweise kann man dort noch immer Schnäppchen bei Anbietern machen, die Ihre Dunkelkammer auflösen. Soll es neu sein, kann ich hierfür FOTOIMPEX in Berlin oder Spürsinn-Shop in Braunschweig empfehlen, beide haben auch einen Online-Shop wo es alles notwendige (und mehr) gibt. Hier gibt es auch oft passende Komplettsets.

Das brauchen wir auf jeden Fall:

  • Entwickler
  • Fixierer
  • Entwicklerdose mit Spirale
  • Thermometer
  • 3 Chemikalienflaschen (1000 ml) (wer auf das Stoppbad verzichten möchte benötigt nur 2!)
  • Trichter
  • Mensur
  • Filmklammern & Gewichte zum aufhängen & trocknen des fertig entwickelten Films.
  • Eine Uhr (mit Sekundenanzeige!)

Das ist optional:

  • Wechselsack (falls kein absolut dunkler Raum zur Verfügung steht)
  • Filmabstreifer (hier scheiden sich die Geister, nicht zwingend notwendig)
  • Netzmittel, damit der Film fleckenfrei trocknet (angeblich tuts auch einfaches Spüli)
  • Essigsäure (für das Stoppbad)
  • Handschuhe und eine Brille sind bei der Arbeit mit Chamikalien empfehlenswert

Die Vorbereitung

Am besten bereiten wir zunächst alles so vor, dass es einsatzbereit ist, wenn wir es benötigen. Als erstes mischen wir uns die Chemie im richtigen Verhältnis und der benötigten Menge.

Film einspulen

Bei diesem Teil hatte ich beim ersten Versuch so meine Schwierigkeiten, falls ihr irgendwo einen alten unbrauchbaren Film herumfliegen habt, würde ich empfehlen, das Einspulen erst mal im Hellen auszuprobieren und auch im Dunkeln einen Testversuch damit zu starten, bevor es ernst wird.

Der belichtete Film muss bei völliger Dunkelheit auf die Spirale der Entwicklerdose gespult und dann in die Dose getan und geschlossen werden. Diese Dose ist so konstruiert, dass Ihr die Flüssigkeiten rein- und rausschütten könnt, aber kein Licht an den Film kommt. Zum Einspulen müsst ihr natürlich zunächst mal an den Film kommen. Bei Rollfilmen ist das kein problem, hier muss nur der Aufkleber abgeknibbelt werden. Bei einem Kleinbildfilm wird es schon etwas schwieriger, legt euch passendes Werkzeug bereit. Es gibt zum Öffnen der Kleinbildfilme auch spezielle Öffner, ich denke aber nicht, dass das unbedingt nötig ist. Eine passende Zange sollte hierfür reichen.

Habt ihr die Dose geöffnet und den Film herausgenommen, muss das Ende des Films in die Spirale außen eingefädelt werden und dann durch wechselseitige Bewegungen der beiden Spiralenseiten in die Spule gezogen. Hier gibt es ein paar Tricks das ganze etwas zu erleichtern. Da das alles schwer zu beschreiben ist, empfehle ich diesen YouTube-Clip zur Verdeutlichung.

Entwickler

Ich nutze als Entwickler das gute alte Rodinal. Je nach Mischverhältnis ergeben sich verschiedene Entwicklungszeiten, ich mische in der Regel im Verhältnis 1:50. Welche Mischverhältnisse möglich sind und welche Entwicklungszeiten sich daraus ergeben, kann man auf http://www.digitaltruth.com/devchart.php nachlesen. Man wählt im Dropdown-Menü auf der linken Seite Film und Entwickler und bekommt dann die möglichen Mischverhältnisse und Zeiten angezeigt. In meinem Fall ergibt die Kombination aus Kodak Tri-X 400 (ISO/ASA 400) und Rodinal bei 1:50 eine Entwicklungszeit von 13 Minuten. Diese Dauer merken wir uns schon mal.

Zum anmischen nehme ich mir das Thermometer und halte es in den laufenden Wasserstrahl im Waschbecken. Nun regle ich dabei so lange die Temperatur nach, bis das Thermometer konstant genau 20° anzeigt. Dann zapfe ich mir genau 500ml Wasser in eine der Chemikalienflaschen. In der Flasche messe ich mit dem Thermometer noch mal nach, ob die Temperatur auch genau passt. Ansonsten muss nachgebessert werden, die Temperatur ist beim Entwickler sehr wichtig! Danach messe ich mit der Mensur die passende Menge Entwickler ab. In meinem Fall brauche ich bei 500ml und 1:50 genau 10ml Rodinal. Diese 10ml schütte ich zu den 500ml in die Chemikalienflasche und verschließe sie. Bei einer Raumtemperatur von ca. 20° wird die Temperatur der Mischung, wenn ich sie dann benötige, noch gut passen.

Stoppbad

Ich nutze zum Unterbrechen des Entwicklungsprozesses ein Stoppbad in 2-prozentiger Essigsäure (manche wässern hier auch auch einfach vor dem Fixieren zwsichen, und sparen sich das). Da 2% einem Verhältnis von 1:50 entsprechen, habe ich wieder das gleiche Mischverhältnis wie beim Entwickler, nämlich 500ml Wasser und 10ml (99-prozentige) Essigsäure. Habt ihr nur geringer dosierte Essigsäure, muss das Verhältnis natürlich entsprechend angepasst werden. Die Temperatur des Stoppbads ist nicht mehr ganz so kritisch wie beim Entwickler, da der Wasserhahn aber eventuell noch auf der 20°-Stellung steht, sollte das etwa hinhauen.

Fixierer

Das Mischverhältnis des Fixierers ist je nach Hersteller unterschiedlich und sollte in der Anleitung oder auf der Flasche stehen. Oft sind dort unterschiedliche Verhältnisse für Film oder Papier angegeben. In meinem Fall ist ein Verhältnis von 1+6 empfohlen, was dann eine Fixierzeit von 1:30 min ergibt. Ich mische also 600ml Wasser mit 100ml Fixierer in der dritten Chemikalienflasche an und versuche das Wasser dafür wiederum bei ca. 20° zu zapfen.

Film ist in der Dose, alles liegt bereit – jetzt wirds spannend

Nachdem nun alles vorbereitet ist, legen wir uns noch die Uhr und den Trichter in Reichweite, es kann los gehen. In kurzen Stichpunkten sieht das weitere Vorgehen so aus:

  • Entwickler für 13 min in die Dose und im Kipprhythmus entwickeln, dann zurück in seine Chemikalienflasche
  • Entwicklung ca. 30s mit Stoppbad unterbrechen, dann in den Ausguss zurück in seine Chemikalienflasche
  • Fixierer für 1:30 min in die Dose und kippen, dann zurück in die Chemikalienflasche
  • Ordentlich Wässern und danach optional ein wenig Netzmittel mit in die Dose
  • Film (abstreifen und) zum Trocknen aufhängen

Etwas ausführlicher, tun wir nun also folgendes. Zunächst einmal öffnen wir den Stopfen (nicht den ganzen Deckel!) von der Entwicklerdose und schütten den Entwickler rein. Stopfen wieder drauf, nun wird im Kipprhythmus für die zu Anfang ermittelte Dauer (bei mir 13 min) gekippt. Nun gibt es ganze Glaubenskriege zum Kipprhythmus, für den Anfang empfehle ich einfach den Standard AGFA-Kipprhythmus: direkt nach dem Einfüllen 30 Sekunden lang immer wieder die Dose auf den Kopf und wieder zurück drehen, nach den 30s dann die Dose unter festerem Aufstoßen auf den Tisch stellen (damit sich eventuelle Bläschen vom Film lösen). Ab jetzt werden wir alle 30 Sekunden einmal kippen, also einmal auf den Kopf drehen, wieder zurück, aufstoßen. Das tun wir so lange, bis die 13 min um sind. Dann sofort den Entwickler zurück in seine Flasche und das Stoppbad in die Filmdose kippen. Die Dose ein wenig schwenken, insgesamt sollten 30 Sekunden reichen.

Nach den 30 Sekunden kippen wir das Stoppbad zurück in seine Flasche und füllen den Fixierer in die Dose. Mit dem Fixierer kippen wir im gleichen Rhythmus wie beim Entwickler, allerdings reichen hier 7 bis 8 Minuten. Ist die Zeit vorbei, kippen wir den Fixierer zurück in seine Flasche und können nun die Dose ganz öffnen und einen ersten vorsichtigen Blick auf den Film werfen, Licht kann ihm nun nichts mehr anhaben. Aber bitte noch aufgespult lassen, sonst klebt der Film beim Wässern zusammen.

Zu guter letzt, bevor wir den Film zum trocknen aufhängen, müssen wir ihn noch ordentlich wässern. Wir lassen also Wasser in die offene Dose laufen und heben und senken die Spirale in der Dose hin und wieder, damit der Film ordentlich umspült wird und der Fixierer ausgewaschen. Macht man das nicht lange genug, hält der Film durch eventuell zurückbleibenden Fixierer nicht so lange. 5 Minuten sollten hier aber auf jeden Fall reichen. Wasser abstellen und bei Bedarf noch ein Tröpfchen Netzmittel in die Dose, die Spule mit dem Film etwas darin bewegen (nicht zu doll, sonst schäumts) und raus damit und runter von der Spule.

Nun kann man das Wasser noch mit einem Abstreifer vom Film ziehen, den Film einfach zwischen Zeige- und Mittelfinger durchziehen tuts aber auch. Dann mit den Filmklammern zum Trocknen aufhängen, ideal ist eine Umgebung mit möglichst wenig Staub. Ich nutze hierfür das Bad, beziehungsweise die Dusche. Jetzt heißt es warten, bis der Film trocken ist. Je nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Bad kann das ein wenig dauern. Der Film sollte unbedingt richtig trocken sein, bevor man ihn von den Klammern nimmt (sonst wellt er sich eventuell noch).

Et Voilà, der Film ist fertig und bereit zur Weiterverwendung. Beim ersten Mal erscheint das alles noch sehr viel, aber nach ein paar entwickelten Filmen, ist es nur noch halb so wild.

Mehrfachverwendung und Entsorgung der Chemie

Achtet bei dem von euch bevorzugten Entwickler darauf, ob es sich um einen Einfachentwickler handelt, oder ob er mehrfach verwendet werden kann. Rodinal ist in meinem Fall ein Einmalentwickler und kann nach der Entwicklung direkt entsorgt werden. Es gibt jedoch auch angesetzte Entwickler, die mehrfach verwendet werden können, wie auch der Fixierer. Dann ist es sinnvoll, sich für jede Verwendung eine Markierung an die Chemikalienflasche zu machen, damit man den Überblick nicht verliert. Weiterhin verlängert sich die notwendige Entwicklungs- bzw. Fixierzeit bei Mehrfachbenutzung, die Anleitung sollte etwas über diesen Verlängerungsfaktor enthalten.

Das Stoppbad kann über Ausguss oder Toilette entsorgt werden. Beim Entwickler scheiden sich die Geister, angeblich sind kleine Mengen von ab und zu mal ca. einem Liter ebenfalls über die Toilette zu entsorgen in Ordnung. Beim Fixierer sieht es jedoch anders aus, der sollte auf jeden Fall zur Schadstoffsammlung gebracht werden.

Zum Abschluss möchte ich noch eine iPhone-App empfehlen, die sowohl die Daten für Entwicklungszeiten nach Film-Entwickler Kombination beinhaltet, als auch einen Timer, der euch den Kipprhythmus vorgibt. Kostet ein paar Euro, ist aber meiner Ansicht nach sehr hilfreich. Verfügbar ist sie für Apple und Android.

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http://www.tobiasnaumann.de/schwarzweis-entwicklung-fur-wieder-einsteiger-in-die-analogfotografie/feed/ 2 401
Levitation-Fotografie: Making-of http://www.tobiasnaumann.de/levitation-fotografie-making-of/ http://www.tobiasnaumann.de/levitation-fotografie-making-of/#comments Thu, 31 Jan 2013 18:00:44 +0000 http://www.tobiasnaumann.de/?p=897 Kürzlich habe ich meine ersten Versuche im Bereich Levitation-Fotografie unternommen. Da es mir persönlich Spaß gemacht hat und eventuell den einen oder anderen interessiert, wie das Foto entstanden ist, wollte ich das ganze in einem kurzen Making-of zusammenfassen.

Für mich war dieses Foto eine spontane Idee, für die ich auch keine Hilfe hatte. Daher musste es so angelegt sein, dass ich es als Selbstportrait komplett alleine handlen konnte. Zunächste habe ich mir also eine Brücke gesucht, unter der der Blick auf eine möglichst freie Fläche ging, um so den Schnee noch zu nutzen, bevor er ganz wegtaut. Da ich länger sportlich als Kletterer unterwegs war, hatte ich noch passendes Equipment für mein Vorhaben, also ein Kletterseil, Bandschlingen, einen Klettergurt und diverse Karabiner.

Der erste Schritt war also das befestigen des Kletterseils am Brückengeländer oben. Restseil heruntergeworfen, stand schon mal die Aufhängung. Wieder unten habe ich die Kamera auf ein Stativ positioniert und die längstmögliche Selbstauslöserzeit eingestellt. Bei der Fuji X-Pro 1 sind das 10 Sekunden. Ansonsten habe ich die Kamera komplett manuell betrieben, um eine konstante Belichtung sicherzustellen. Klettergurt an, Karabiner in passender Höhe ins Kletterseitl gehängt und es konnte losgehen.

Jetzt fing die Rennerei an. 10 Sekunden können verdammt kurz sein, wenn man noch zum richtigen Ort rennen, sich einhängen und die passende Haltung einnehmen muss. Da das ganze natürlich nicht beim ersten Foto optimal war, bin ich also so einige mal hin und her gerannt.

Bei allem Gerenne musste ich auch noch damit rechnen, dass besorgte Fußgänger die Polizei rufen, um einen potentiellen Selbstmörder zu melden…

Steps

Zu jedem Setup habe ich also einige Versuche mit Motiv gemacht und dann immer ein zusätzliches ohne alles. Dieses leere Foto habe ich dann Photoshop mittels Ebenenmaske an den richtigen Stellen genutzt, um die überflüssigen Details mit dem leeren Bild zu „übermalen“. So habe ich also das Seil, einen Hilfshocker, den Klettergurt etc. verschwinden lassen. Den letzten Schliff hat das Foto dann in Lightroom bekommen.

Leider war die Nachbearbeitung aufwändiger als eigentlich notwendig. Da ich alles alleine gemacht habe, war alles etwas hektisch und ich konnte nicht gezielt genug darauf achten, dass nichts unnötiges im Bild ist. Sonst hätte ich mir viel Stempelei ersparen können. Falls ich so etwas noch mal mache, werde ich es auf jeden Fall nicht mehr alleine machen.

Levitation Final

Unterm Strich hat es aber viel Spaß gebracht. Und Muskelkater.

Tipp: Da nicht jeder unbedingt die passende Kletterausrüstung zu Hause hat, tuts auch ein Hocker oder alternativ die Methode, bei der man tatsächlich springt.

 

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http://www.tobiasnaumann.de/levitation-fotografie-making-of/feed/ 3 897
Was macht eigentlich ein „gutes“ Foto aus? http://www.tobiasnaumann.de/was-macht-eigentlich-ein-gutes-foto-aus/ http://www.tobiasnaumann.de/was-macht-eigentlich-ein-gutes-foto-aus/#respond Wed, 23 Jan 2013 19:17:36 +0000 http://www.tobiasnaumann.de/?p=773 Irgendwie haben ja alle Fotografen ein gemeinsames Ziel, nämlich gute Fotos zu machen. Aber was ist überhaupt „gut“, was macht ein gutes Foto aus? Das Thema ist natürlich höchst subjektiv. Und das ist auch gut so, sonst sähen ja alle Fotos mehr oder weniger gleich aus. Wenn man nun aber ein Foto gemacht hat, oder bei einem anderen Fotografen sieht, dass einem gefällt, finde ich sehr spannend, sich zu fragen, was genau das Foto zu einem guten Foto macht.

Ich habe mir also einfach mal ein paar Fotos (unabhängig davon, wer sie gemacht) vorgenommen und versucht daraus die Kriterien abzuleiten, die für mich dieses Foto zu einem guten machen.

Emotionen

Hier kann man noch unterscheiden zwischen Fotos, die Emotionen abbilden und solchen, die Emotionen beim Betrachter auslösen. Ich finde letzteres deutlich schwerer und wenn alles stimmt auch deutlich wirkungsvoller. Wobei auch hier die Übergänge fließend sind. Als Beispiel möchte ich hier die ausdrucksstarken Portraits von Lee Jeffries anführen.

Farben

Der bewusste Einsatz von Farben und Farbkontrasten kann aus meiner Sicht für sich alleine schon der inhaltliche Schwerpunkt eines Fotos sein. Umgedreht könnte man sagen, dass diese Fotos in schwarzweiß nicht (oder zumindest schlechter) „funktionieren“ würden. Beispiele: „Electric Blue“ von Miles Morgan und „Dancing Colors No.4″ von Fabian Oefner. Aber bitte: kein ColorKey. (Danke.)

Komposition

Hier steht die gekonnte Bildaufteilung und das Spiel mit Formen und Linien im Mittelpunkt des Bildes. Für mich ist das beispielsweise ein zentraler Schwerpunkt der (Innen-) Architekturfotografie. Beispiele wären „Curvy“ von Bildwerker Freiburg oder „y II“ von Philipp Richert.

Perspektive

Ungewöhnliche Perspektiven machen solche Fotos zu etwas Besonderem. Prominentes Beispiel sind die Fotos von Yann Arthus Bertrand („Earth from above“). Als weitere Beispiele noch „Looking up“ von Marsel van Oosten und „i’ll make ya famous“ von RoofTopper.

Bildaussage

Unabhängig von den sonstigen gestalterischen Elementen, kann alleine die Aussage, die in einem Bild steckt, es zu einem guten Foto machen. Sofern man sie versteht. Und das ist meiner Ansicht nach auch das schwierige dabei – die Aussage so umzusetzen, dass es nicht zu offensichtlich und platt wirkt, aber dennoch verstanden werden kann. Hier war es gar nicht so einfach entsprechende Beispiele zu finden. Ganz passend finde ich aber „Calling the Reaper“ von Stefan Mueller.

Der besondere Moment

Hier ist das Timing entscheidend. Solche Fotos zeigen einen besonderen Moment, der so nicht wiederkommt und das Foto dadurch einmalig und wertvoll macht. Ein Beispiel dafür ist „4 vs 1“ von Uda Dennie, „mitf6 / pacu jawi“ von Yaman Ibrahim oder „the monkey who saw too much“ von Adde Adesokan.

Einblicke

Einen besonderen Reiz haben auch Fotos, die dem Betrachter Einblicke gewähren, die er sonst nicht hätte, also den „Blick hinter die Kulissen“. Ein Beispiel wäre hier der flickr-Stream des weißen Hauses. Wer hat sonst schon die Möglichkeit, den US-Präsidenten bei seiner täglichen Arbeit zu beobachten?

Kontraste

Gekonnter Einsatz von Kontrasten kann einem Bild eine besonders starke Wirkung geben. Neben dem allseits bekannten Tonwertkontrast gibt es noch viele weitere Arten von Kontrasten, zum Beispiel verschiedene Arten von Farbkontrasten, Quantitätskontrast, Qualitätskontrast oder auch inhaltliche Kontraste. Allen gemein ist das Gegenüberstellen von gegensätzlichen Bildinhalten, die damit eine Bildspannung erzeugen. Ein Beispiel für Farbkontrast (Komplementärkontrast) ist „Amid Myriads of Stars“ von AtomicZen, Tonwertkontrast: „Clearing Storm“ von Chaluntorn Preeyasombat, Quantitätskontrast: „Close up with the nature“ von Anan Charoenkal.

Geschichten

Besonders schwer, aber auch besonders schön ist, wenn es dem Fotografen gelingt, mit einem einzelnen Foto eine ganze Geschichte zu erzählen. Ein Beispiel hierfür ist „The parting“ von Luke Sharratt oder „2. Revenge“ von Mikaella Speranskaya.

Letztendlich gibt es nicht das eine Kriterium, dass ein Foto gut macht, es wird immer eine Mischung aus verschiedenen sein. Wobei ich schon denke, dass eins davon in der Regel besonders viel dazu beiträgt, dass es mir gefällt. Sich einmal deutlich zu machen, was genau das ist, gibt einem auf jeden Fall die Möglichkeit, dies selbst gezielt als Stilmittel einzusetzen.

Was macht für euch ein gutes Foto aus, was fehlt noch in der Liste?

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Papiercheck: Sihl Masterclass Fotopapiere http://www.tobiasnaumann.de/papiercheck-sihl-masterclass-fotopapiere/ http://www.tobiasnaumann.de/papiercheck-sihl-masterclass-fotopapiere/#comments Sun, 20 Jan 2013 10:10:00 +0000 http://www.tobiasnaumann.de/?p=759 Auch wenn es eigentlich selbstverständlich sein sollte, möchte ich doch vorab explizit schreiben, dass ich nichts von Sihl für diesen Artikel bekomme. Wenn ich über ein Produkt schreibe, dann meine ehrliche Meinung.

Kürzlich wurde ich auf die Masterclass-Papiere der Firma Sihl aufmerksam, die mich sofort begeisterten. Freundlicherweise ließ mir Sihl eine Probenmappe mit Mustern und ein paar leeren Sheets zukommen, damit ich mir noch mal ein genaueres Bild machen und es mit eigenen Ausdrucken testen kann.

In der Mappe waren folgende Papiere enthalten:

  • Satin Baryta Paper (BLACK & WHITE)
  • Metallic Pearl High Gloss Photo Paper (GLOSSY)
  • Lustre Photo Paper (SILK & SATIN) (auch als beidseitig bedruckbare Variante „DUO“ erhältlich)
  • High Gloss Photo Paper (GLOSSY)
  • Matt Photo Canvas (CREATIVE ART)
  • Smooth Matt Cotton Paper (CREATIVE ART)
  • Textured Matt Cotton Paper (CREATIVE ART)

Spontan gefielen mir die 3 Erstgenannten am besten.

Das Satin Baryta Paper ist, wie der Name schon vermuten lässt, an die alten Barytpapiere zur analogen Ausbelichtung angelehnt und speziell für schwarzweiß-Ausdrucke optimiert (obwohl Farbdruck darauf auch möglich ist). Diese wirken darauf sehr edel, soweit ich das beurteilen kann tatsächlich wie eine Ausbelichtung auf Barytpapier.

Das zweite Highlight war für mich das Metallic Pearl High Gloss Photo Paper. Die Ausdrucke wirken kräftig, hochglänzend und zeigen – wie der Name schon sagt – einen leichten Metallic-Effekt. Je nach dem, wie man den Ausdruck gegen das Licht hält, ergibt sich also ein mehr oder weniger glänzender Schimmer. Je nach Blickwinkel wirkt es teilweise fast, als wäre das Foto von hinten beleuchtet.

Platz 3 nimmt in meiner persönlichen Rangliste das Lustre Photo Paper ein. Es hat eine schöne Oberflächenstruktur und wirkt dadurch sehr edel. In meinen Augen ein Allrounder und für die meisten Einsatzzwecke geeignet.

Die Kreativpapiere gefallen mir ansich auch sehr gut. Die Probedrucke zeigen ein abfotografiertes gemaltes Bild (vermute ich zumindest) und auf diesem Papier sieht es tatsächlich aus, wie gemalt. Man meint fast, die Pinselstriche und Unebenheiten der Farbe fühlen sehen zu können. Allerdings wüsste ich nicht, welche meiner Fotos sich für dieses Papier eignen würden.

Die Testdrucks in der Mappe sahen also schon mal sehr beeindruckend aus. Allerdings weiß ich nicht, auf welchem Drucker sie ausgedruckt wurden. Es war also spannend mal zu testen, wie es sich in Kombination mit einem simplen Canon iP4950 mit Fremdtinte macht (die Jungs Mädels von SIHL schlagen jetzt sicher die Hände über ihren Köpfen zusammen…).

Ich versuche es kurz zu machen: Das Papier ist der Hammer. Es ist aber gar nicht so einfach, Drucke mit passender Farbe und Helligkeit zu produzieren, was natürlich nicht am Papier selbst liegt. Gerade beim Schwarzweißdruck hatte ich große Probleme mit einem blauen Farbstich. Die Farbdrucke passen ganz gut, nachdem ich ein passendes Farbprofil eingestellt hatte. Wenn man es aber hinbekommt, dass der Drucker einigermaßen so druckt, wie der (kalibrierte) Monitor es anzeigt, bekommt sogar der kleinen Canon mit Fremdtinte beeindruckende Ergebnisse hin.

DSCF4520

Unterm Strich hat mir die Aktion gezeigt, dass ich das Drucken bisher sträflich vernachlässigt habe. Einerseits ist das Verlangen geweckt, ausgewählte Fotos so zu präsentieren, wie sie es verdient haben – als großen Druck an der Wand. Andererseits ist dafür offensichtlich eingehendere Beschäftigung mit dem Thema und ein anderer Drucker notwendig, um wirklich konstante Ergebnisse zu bekommen. Momentan ist es für mich leider noch mehr ein Glücksspiel.

Hier noch beispielhaft die Preise für meine 3 Lieblingspapiere in DIN A4:

  • Lustre Photo Paper in DIN A4, 300 g/m², 25 Blatt, 14,10 EUR
  • Satin Baryta Paper DIN A4, 290 g/m², 25 Blatt 26,00 EUR
  • Metallic Pearl High Gloss Photo Paper DIN A4, 290 g/m², 20,83 EUR

Mehr Infos und Bestellmöglichkeit gibt es direkt bei Sihl.

Nachtrag: Zu meinen Problemen beim schwarzweiß-Druck hat mir Sihl noch Informationen zukommen lassen,  die ich hier gerne weitergeben möchte. War also doch nicht nur meine Unfähigkeit 🙂

Der von Ihnen beschriebene Blaustich bei den SW- Drucken ist leider bei Fremdtinten recht häufig zu finden. Ein reines Schwarz einer Tinte ist schwer herzustellen. Meist ist der verwendete Stoff nicht dicht genug, weshalb zur besseren Abdeckung der Schwarztinte noch weitere Farben zugemischt werden, was ggf. zu den beschriebenen Farbstichen führen kann. Bei einem Farbausdruck ist das ohne Belang, aber bei grauen oder SW- Bereichen ist dieser dann leider sichtbar. Dieses ist auch durch ein Profil nicht gänzlich in den Griff zu bekommen. Beimischungen von Farben zur Schwarztinte sind häufig bei Fremdtinten der Tintenart Dye zu finden, mit der leider auch Ihr Drucker arbeitet. Deshalb lohnt sich bei einer großen Anzahl von SW- Drucken über die Anschaffung eines Druckers mit Pigmenttinte (und mehreren Grautönen) nachzudenken.

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Fotografische Genres und die Suche nach den eigenen Vorlieben http://www.tobiasnaumann.de/fotografische-genres-und-die-suche-nach-den-eigenen-vorlieben/ http://www.tobiasnaumann.de/fotografische-genres-und-die-suche-nach-den-eigenen-vorlieben/#respond Fri, 11 Jan 2013 18:35:04 +0000 http://www.tobiasnaumann.de/?p=711 Grundsätzlich sehe ich mich selbst gerne als Allrounder, lege mich also ungern auf ein fotografisches Genre fest. Das hat allerdings den Nachteil, dass man so unter Umständen zwar alles ein bisschen kann macht, sich aber letztendlich in nichts wirklich von der Masse abhebt. Für Berufsfotografen essenziell, sollten diesen Punkt meiner Ansicht nach aber auch Hobbyfotografen bedenken, die an fotografischer Weiterentwicklung interessiert sind.

Auf der Suche nach meinen fotografischen Vorlieben habe ich also einfach mal versucht mir einen Überblick zu verschaffen, welche Genres es denn überhaupt so alles gibt. Diese Liste kann man dann Punkt für Punkt durchgehen und so seine eigenen Vorlieben (zu diesem Zeitpunkt – das kann und darf sich ja auch wieder ändern..) reflektieren, um sich darauf gezielter zu konzentrieren.

Folgende mögliche Schwerpunkte kamen mir dabei in den Sinn:

  • Aktfotografie
  • Architekturfotografie
  • Eperimentelle Fotografie
  • Foodfotografie
  • Hochzeitsfotografie
  • Konzerte/Events/Theater
  • Landschaft/Natur
  • Langzeitbelichtungen und Nachtfotografie
  • Makrofotografie
  • Mode-/Fashionfotografie
  • Portraitfotografie
  • Produkte/Stilleben
  • Reportagefotografie
  • Sportfotografie
  • Streetfotografie
  • Tiere/Wildlife
  • Werbefotografie

Natürlich kann man diese Punkte jeweils noch weiter untergliedern und verfeinern. Ich denke aber als Ansatzpunkt reicht das erst mal. Als nächstes bin ich die Liste durchgegangen und habe bewertet, wie sehr mich der jeweilige Punkt im Sinne eigener Fotoprojekte interessiert. Dafür habe ich einfach eine Punktzahl von 1 bis 10 vergeben. Zusätzlich habe ich jede Bewertung für mich begründet, also aufgeschrieben, was genau mich daran interessiert.

Unterm Strich kam ich dadurch für den aktuellen Zeitpunkt zu folgender Top 3:

  • Architektur (9): In der Architekturfotografie mag ich saubere Gliederung, klare Strukturen und das Spielen mit verschiedenen Kompositionen, Perspektiven, Linien und Formen.
  • Langzeitbelichtungen und Nachtfotografie (8): Dabei fasziniert mich vor allem die Ruhe, die diese Fotos ausstrahlen – vor allem natürlich, wenn es Motive mit Wasser sind. Und ich finde einfach die Tatsache spannend, dass ein längerer Zeitraum in einem einzelnen Foto verschmolzen ist.
  • Reportagefotografie (7): Ich mag es, mich beim Fotografieren als Beobachter eher im Hintergrund zu halten. Dabei habe ich die Ruhe und Zeit, konzentriert meinen subjektiven Blick des Geschehens festzuhalten.

Wenn man nun so seine Vorlieben bewusst reflektiert hat, könnte der nächste Schritt sein, sich dazu passende Projekte zu überlegen. Ich hoffe dann auch mal die Zeit zu finden, die Ideen umzusetzen..

Was würde bei euch auf Platz 1 landen und warum?

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iPhone-Apps für Fotografen http://www.tobiasnaumann.de/iphone-apps-fur-fotografen/ http://www.tobiasnaumann.de/iphone-apps-fur-fotografen/#comments Tue, 08 Jan 2013 16:02:17 +0000 http://www.tobiasnaumann.de/?p=653 Die Beliebtheit von Smartphones – und insbesondere dem iPhone – als Kamera, ist nach wie vor groß und wächst weiter. Leider bietet die vorinstallierte Kamera-App nur recht eingeschränkte Funktionen. Erst mit zusätzlichen Apps wird das Smartphone für Fotografen richtig spannend. Daher möchte ich hier mal eine Übersicht über die Apps geben, die ich hauptsächlich nutze.

 Meine Top-8 iPhone Foto-Apps:

Snapseed IconSnapseed: Wohl die beste App für die Nachbearbeitung von Fotos an iPhone oder iPad. Besonders die Möglichkeit über Kontrollpunkte gezielt Bildbereiche nachbearbeiten zu können, kenne ich von keiner anderen App.

camera+Camera+: Erweitert die klassiche Kamera-App um Funktionen wie Stabilisator, Selbstauslöser, Serienbildfunktion, (Digital-)Zoom, Gitterlinien, Wasserwaage und mehr. Darüber hinaus kann man die Fotos anschließend auch weiterverarbeiten, also beispielsweise mit Effekten und Rahmen versehen.

dipticDiptic: Eine schöne App zum Erstellen von Collagen mit vielen verschiedenen Aufteilungen und Möglichkeiten, den Rahmen anzupassen.

massive_devMassive Dev Chart Timer: Für Freunde der Analogfotografie – Entwicklungszeiten für die meisten Film/Entwickler-Kombinationen und Timer für die verschiedenen Entwicklungsphasen, inklusive Anzeige des Kipprhythmus.

luxmeterPocket Light Meter: Kostenlose Belichtungsmessung auf dem iPhone, für mich vor allem wichtig, wenn ich mit der doppeläugigen Minolta unterwegs bin. Das App-Design ist nicht besonders gelungen, aber die App tut was sie soll und das für umme.

photobuddyPhotoBuddy: Bündelt verschiedene interessante Informationen rund um die Fotografie: Standortabhängige Zeiten für Sonnenauf- und Untergang, Berechnung von Parameter-Kombinationen für Belichtungswerte, Berechnung der Schärfentiefe und Beugungsunschärfe und vieles mehr.

cinemagramCinemagram: Eine App zum Erstellen von Cinemagraphs, also animierten GIFs. Dabei kann gezielt bestimmt werden, welche Bereiche animiert werden sollen und welche nicht. Mehr eine Spielerei, aber man kann schon interessante Dinge damit anstellen

gpsrecorderGPSRecorder: Eine kostenlose App zum Tracken von GPS-Pfaden. Diese können dann als Datei exportiert und beispielsweise in Lightroom mit den Fotodaten synchronisiert werden. Also so eine einfache Möglichkeit, GPS-Daten in die Fotos zu integrieren. Unbedingt darauf achten, dass Datum und Uhrzeit von Kamera und iPhone möglichst genau übereinstimmen.

Das waren mal so die wichtigsten Apps auf meinem iPhone. Ich freue mich über Hinweise und Ergänzungen in den Kommentaren!

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Die Motivation und das Winterloch http://www.tobiasnaumann.de/die-motivation-und-das-winterloch/ http://www.tobiasnaumann.de/die-motivation-und-das-winterloch/#respond Fri, 04 Jan 2013 08:56:13 +0000 http://www.tobiasnaumann.de/?p=522 Irgendwie gibt es immer mal wieder Zeiten, in denen meine Motivation zu fotografieren im Keller ist. Das kann unterschiedliche Gründe haben, ein allgemeines Stimmungstief, Winter, Wetter, Stress, Ideenlosigkeit… Nun bin ich in der glücklichen Situation, nicht darauf angewiesen zu sein, da es nicht mein (Haupt-)Beruf ist. Trotzdem ist es irgendwie unbefriedigend, schließlich macht es ja Spaß, wenn man motiviert fotografiert.

Ich muss gestehen, dass für mich neues Equipment immer einen enormen Motivationsschub gibt, es macht einfach Spaß, neue Dinge auszuprobieren und damit seine Erfahrungen zu machen. Da das naturgemäß aber immer ein Loch in die Kasse reißt, wären andere Motivationsquellen auf Dauer wohl wirtschaftlich gesehen sinnvoller…

Ich habe mich also einfach mal hingesetzt und darüber nachgedacht, warum ich überhaupt fotografiere. Ich hinterfrage also meine eigene Motivation hinter der Fotografie und überlege, wie ich diese wieder ankurbeln könnte.

Meine Motivation

Ich habe für mich nicht den einen Grund finden können, der mich motiviert. Es sind je nach Situation verschiedene Dinge, die mich zum Fotografieren treiben. Bei einer Familienfeier geht es mir einfach um die Erinnerung, da braucht es nicht unbedingt perfekte Fotos. Fotografiere ich im Auftrag für jemanden, ist mein Antrieb die Erwartungen von diesem zumindest zu erfüllen, besser noch zu übertreffen und dafür meine eigenen Ideen einfließen zu lassen. Ziehe ich nur für mich mit der Kamera los, kann eine Motivation sein, neue Dinge auszuprobieren, um meinen Horizont zu erweitern und neue Erfahrungen zu sammeln.

Aber irgendwie ist das alles noch nicht der Kern. Ich glaube meine Hauptmotivation ist das Entdecken und das Spiel mit den Möglichkeiten, Neues zu erschaffen, kreativ zu sein. Dem Auge etwas zu bieten, was es so eventuell noch nicht gesehen hat, etwas Besonderes. Im besten Fall sollte das Ergebnis beim Betrachter etwas auslösen, eine Emotion erzeugen. Besonders gut gelingt mir dies, wenn die beabsichtigte Bildwirkung den eigenen Empfindungen beim Fotografieren entspricht. So gesehen hat es schon fast etwas therapeutisches – das fotografische Ausdrücken der eigenen Empfindungen. Das heißt natürlich nicht, dass das auch immer gelingt oder überhaupt möglich ist. Aber das muss es auch nicht immer, das Mindeste, was es bringt, sind neue Erfahrungen.

Damit habe ich mich meinem inneren Antrieb (zumindest ein Stück weit) genähert, was kann ich nun tun, um die Motivation wieder anzukurbeln?

Die Kamera immer dabei haben und in den Alltag integrieren

Grundvoraussetzung ist natürlich, immer eine Kamera dabei zu haben. Dabei reicht inzwischen auch das Handy, es muss ja nicht immer maximale Qualität sein. Wenn einem etwas ins Auge springt, oder man plötzlich einfach Lust hat loszuziehen und Bilder zu machen, wäre es schade, diesen Moment nicht auch nutzen zu können, nur weil man einfach keine Kamera dabei hat. Auch die alltäglichen Dinge können fotografisch reizvoll sein. Zumal der Aufwand sehr gering ist – Alltag hat man sowieso, da kostet es keine wenig Zeit, dabei auch zu fotografieren.

Das Archiv durchstöbern

Auf viele Fotos gewinnt man einen ganz neuen Blick, wenn einfach mal ein wenig Zeit ins Land gegangen ist. Seine eigenen Fotos zu durchstöbern und mit neuen Augen zu sehen, fördert hin und wieder Perlen zu Tage, die man vorher einfach übersehen oder unterschätzt hatte. Oder es funktioniert auch auf den zweiten Blick nicht so richtig, dann ist es eine gute Gelegenheit zum Ausmisten. So oder so kann es wieder motivieren neue Fotos zu machen, in dem man die alten einfach mal Revue passieren lässt: „Da könnte ich auch mal wieder hin“, oder „Das würde ich mittlerweile anders/besser machen“ sind nur zwei Beispiele dafür.

Sich selbst Ziele setzen oder Aufgaben stellen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich selbst Aufgaben oder Ziele zu setzen, die dafür sorgen, dass man am Ball bleibt. Ein Klassiker dafür ist ein 365-Tage Projekt, an dem man an jedem Tag des Jahres quasi das Foto des Tages veröffentlicht. Ich überlege selbst gerade so etwas zu machen, allerdings in abgeschwächter Form, also mit einem Foto pro Woche. Eine kleine Ideensammlung zu Fotoprojekten für das neue Jahr, gibt es auch auf http://clickitupanotch.com, eventuell ist was für euch dabei.

Was sind Eure Gründe und eure Motivation den Auslöser zu drücken? Habt ihr auch solche Motivationstiefs und wenn ja, was sind eure Strategien, um das Tief zu überwinden?

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