Erfahrungsbericht: Samyang 8mm f/2.8 an Fuji X-Pro 1

Erfahrungsbericht: Samyang 8mm f/2.8 an Fuji X-Pro 1

Die Möglichkeiten zu besonderen Perspektiven und im Bereich der Panoramafotografie, haben mich schon länger in Richtung Fisheye schielen lassen. Irgendwie hatte mir bisher jedoch immer eine wirkliche Rechtfertigung für den Kauf gefehlt. Da Samyang erfreulicherweise sein 8mm Fisheye auch für das X-Mount herausgebracht hat und Weihnachten vor der Tür stand, war es nun soweit. Weihnachtswünsche muss man nicht rechtfertigen – die sollen einfach Spaß machen.

Größe & Gewicht

Das Samyang bewegt sich etwa in der Größenordnung des 18mm f/2, ich würde es also als sehr handlich beschreiben, da findet sich leicht noch ein Plätzchen in der Fototasche. Es ist allerdings merklich schwerer als das 18mm, hier wurde offensichtlich ordentlich Glas und Metall verbaut. Trotzdem ergibt sich mit der X-Pro eine ausgewogene Kombination.

Verarbeitung

Die Verarbeitungsqualität ist wirklich hervorragend: Metallteile, saubere Klicks am Blendenring (halbe Blendenstufen), butterweicher Fokusring und ein ordentlicher Deckel machen die Linse zur wahren Freude beim Fotografieren. Warum Samyang das letzte Stück vor dem Bajonett silber gemacht hat, ist mir allerdings ein Rätsel, hier hätte ich schwarz schicker gefunden. Das ist aber wirklich nur eine Kleinigkeit.

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Handling

Ich hatte mich vor dem Kauf bereits soweit es ging über das Samyang informiert und bin dabei über die Aussage gestolpert: „Fokusring auf 2 Meter und einfach fotografieren“. Das kann ich für die meisten Fälle auch so bestätigen. Sofern man nicht bei Offenblende an der Naheinstellgrenze arbeitet, ist bei dieser Einstellung fokustechnisch in der Regel alles in Butter.

Abbildungsleistung

Ich will und kann nicht den Einspruch erheben, hier wissenschaftlich getestet zu haben. Ich habe es so benutzt, wie ich es auch praktisch einsetzen werde und meine Erfahrungen dabei gemacht. Durch direktes Sonnenlicht seitlich in die Linse lassen sich Flares provozieren, die dann auch recht deutlich sichtbar sind. In den Beispielfotos findet ihr ein Bild, an dem man das ganz gut sehen kann. Farben und Kontrast sind sehr gut, auch bei Gegenlicht. Die Schärfe lässt in den Randbereichen etwas nach, meiner Ansicht nach jedoch nicht kritisch. CAs treten insbesondere an den Bildrändern bei starken Kontrastkanten auf, Lightroom leistet hier jedoch gute Arbeit beim Entfernen. Insgesamt würde ich die Abbildungsleistung gut bis sehr gut bewerten.

Verwendung/Einsatzzweck

Das Samyang wird bei mir immer dann zum Einsatz kommen, wenn auf sehr engem Raum fotografiert werden soll oder das Motiv nach der besonderen Perspektive schreit. Ansonsten natürlich für 360° Panoramas beziehungsweise Little Planets. Man muss allerdings aufpassen, den Effekt nicht überzustrapazieren, dann kann es sehr schnell langweilig werden.

Dom

Pro & Kontra

Es fällt mir bei diesem Objektiv recht schwer relevante Kontras zu finden. Man könnte den fehlenden AF anführen, aber bei dieser Schärfentiefe und in Anbetracht des Preises ist dies leicht zu verschmerzen. Ansonsten sind die fehlenden Metadaten in den EXIFs ein kleiner Wermutstropfen. Demgegenüber stehen als Pros der günstige Preis, die saubere Verarbeitung und eine ordentliche Abbildungsleistung.

Ein paar weitere Test- und Beispielfotos

 

Fazit

Von mir bekommt dieses Objektiv eine klare Empfehlung. Ob man mit den besonderen Eigenschaften eines Fisheyes etwas anfangen kann, muss jeder für sich selbst entscheiden. Wer aber schon immer mit dem Gedanken gespielt hat, sich eins zuzulegen, wird den Kauf nicht bereuen.