Fotografische Genres und die Suche nach den eigenen Vorlieben

Fotografische Genres und die Suche nach den eigenen Vorlieben

Grundsätzlich sehe ich mich selbst gerne als Allrounder, lege mich also ungern auf ein fotografisches Genre fest. Das hat allerdings den Nachteil, dass man so unter Umständen zwar alles ein bisschen kann macht, sich aber letztendlich in nichts wirklich von der Masse abhebt. Für Berufsfotografen essenziell, sollten diesen Punkt meiner Ansicht nach aber auch Hobbyfotografen bedenken, die an fotografischer Weiterentwicklung interessiert sind.

Auf der Suche nach meinen fotografischen Vorlieben habe ich also einfach mal versucht mir einen Überblick zu verschaffen, welche Genres es denn überhaupt so alles gibt. Diese Liste kann man dann Punkt für Punkt durchgehen und so seine eigenen Vorlieben (zu diesem Zeitpunkt – das kann und darf sich ja auch wieder ändern..) reflektieren, um sich darauf gezielter zu konzentrieren.

Folgende mögliche Schwerpunkte kamen mir dabei in den Sinn:

  • Aktfotografie
  • Architekturfotografie
  • Eperimentelle Fotografie
  • Foodfotografie
  • Hochzeitsfotografie
  • Konzerte/Events/Theater
  • Landschaft/Natur
  • Langzeitbelichtungen und Nachtfotografie
  • Makrofotografie
  • Mode-/Fashionfotografie
  • Portraitfotografie
  • Produkte/Stilleben
  • Reportagefotografie
  • Sportfotografie
  • Streetfotografie
  • Tiere/Wildlife
  • Werbefotografie

Natürlich kann man diese Punkte jeweils noch weiter untergliedern und verfeinern. Ich denke aber als Ansatzpunkt reicht das erst mal. Als nächstes bin ich die Liste durchgegangen und habe bewertet, wie sehr mich der jeweilige Punkt im Sinne eigener Fotoprojekte interessiert. Dafür habe ich einfach eine Punktzahl von 1 bis 10 vergeben. Zusätzlich habe ich jede Bewertung für mich begründet, also aufgeschrieben, was genau mich daran interessiert.

Unterm Strich kam ich dadurch für den aktuellen Zeitpunkt zu folgender Top 3:

  • Architektur (9): In der Architekturfotografie mag ich saubere Gliederung, klare Strukturen und das Spielen mit verschiedenen Kompositionen, Perspektiven, Linien und Formen.
  • Langzeitbelichtungen und Nachtfotografie (8): Dabei fasziniert mich vor allem die Ruhe, die diese Fotos ausstrahlen – vor allem natürlich, wenn es Motive mit Wasser sind. Und ich finde einfach die Tatsache spannend, dass ein längerer Zeitraum in einem einzelnen Foto verschmolzen ist.
  • Reportagefotografie (7): Ich mag es, mich beim Fotografieren als Beobachter eher im Hintergrund zu halten. Dabei habe ich die Ruhe und Zeit, konzentriert meinen subjektiven Blick des Geschehens festzuhalten.

Wenn man nun so seine Vorlieben bewusst reflektiert hat, könnte der nächste Schritt sein, sich dazu passende Projekte zu überlegen. Ich hoffe dann auch mal die Zeit zu finden, die Ideen umzusetzen..

Was würde bei euch auf Platz 1 landen und warum?